Betzold
Ausgangslage
Datum
seit 2017
Kunde
Betzold
Meine Rolle
UX/UI
Personalisierung im E-Commerce

Meine Rolle
Ich war als UX Designerin für das Projekt verantwortlich, von der Analyse bis zum Design.
Das bedeutete konkret:
Nutzerfeedback und Verhaltensdaten systematisch auswerten, wiederkehrende Muster und Entscheidungsprobleme identifizieren und daraus klare Hypothesen ableiten. Designs & Prototypen erstellt, Tests begleitet und die Ergebnisse gemeinsam mit Produkt- und Data-Teams priorisiert. Mein Fokus lag durchgehend darauf, echte Nutzerprobleme zu lösen, nicht Features umzusetzen, nur weil sie gut klingen.
Vorgehen
Statt groß zu denken, haben wir bewusst fokussiert angefangen.
Wir haben qualitative Daten aus Umfragen, Interviews und Sessions analysiert, um konkrete Annahmen zu formulieren:
Wo sind Nutzer unsicher?
Welche Informationen fehlen im Entscheidungsprozess?
An welchen Stellen verliert der Shop an Relevanz? Daraus entstand ein MVP (Merkmal, Vorteil, Persönlicher Nutzen) für Personalisierung, gezielt dort eingesetzt, wo Nutzer Orientierung brauchen.
Kein zusätzlicher Overhead, keine unnötige Komplexität.
Ziel war schnelles Lernen unter realen Bedingungen.
Lösung
Das entwickelte Konzept spielte Inhalte abhängig vom Nutzerverhalten aus. Dazu gehörten unter anderem:
- relevante Kategorien
- passende Produktempfehlungen
- vereinfachte Einstiege für wiederkehrende Nutzer
Die Lösung war bewusst schlank gehalten, um schnell testen, evaluieren und nachschärfen zu können.
Ergebnis
Die Wirkung war klar messbar. Nutzer, die personalisierte Inhalte sahen, konvertierten signifikant besser.
Die Conversion-Rate in diesem Segment stieg um 32 %. Damit entstand nicht nur ein kurzfristiger Uplift, sondern eine Grundlage, um Personalisierung strategisch weiter auszubauen.
Was wurde noch umgesetzt?
Es wurde ein personalisierter Shop-Bereich „Mein Betzold“ umgesetzt, der Nutzer nach einer kurzen Auswahl passende Kategorien und Inhalte anzeigt. Statt einer generischen Startseite bekommen sie direkt einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Einstieg.
Für mich besonders wichtig:
Der Effekt war kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Hypothesen, sauberer UX-Arbeit und enger Abstimmung im Team.Dieses Projekt zeigt für mich: Ich arbeite problemorientiert, nicht feature-getrieben. Ich übersetze Daten und Feedback in konkrete UX-Entscheidungen. Lieber früh testen, statt lange zu spekulieren. Und UX ist für mich dann gut, wenn sie nachweislich wirkt.



